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17.04.2010: TSV Milbertshofen - TSV Friedberg II 32:32 (18:20)
1. Herren erkämpfen sich verdienten Punkt gegen Aufstiegsaspirant TSV Friedberg II
Für den TSV Milbertshofen spielten:
H. Schmidbauer, V. Döring, F. Humburg (3), F. Hirsmüller (1/1), S. Sebök (1), T. Rolka (4), N. Schmäschke (4), T. Stöhr (1), K. Sünkenberg (2), C. Lieb (3), S. Krause (6/4), M. Bärreiter (5), S. Malcherzyk (2)
Trainer: A. Thalmeier
Die bereits als Absteiger feststehende 1. Herren-Mannschaft trotzt Aufstiegskandidat TSV Friedberg II in eigener Halle einen Punkt ab. Nach den unglücklichen Niederlagen in den vergangenen Spielen wurde das Unentschieden gegen den Tabellenzweiten wie ein Sieg gefeiert.
Es waren nur noch zehn Sekunden zu spielen. Spielstand 32:32. Mil-Rückraumspieler Fabian Humburg schnappt sich den Ball und so mancher Zuschauer in der Milbertshofener Halle dachte sich, der Linkshänder würde die Kugel jetzt im gegnerischen Gehäuse unter die Latte zimmern und sich - in seinem fünften Jahr in Mil - mit dem entscheidenden Tor zu einem grandiosen Sieg gegen den TSV Friedberg II ein Denkmal setzen. Doch das wäre zu schön gewesen. Gerade als Fabian Humburg zum finalen Wurf ansetzen wollte, wurde er wild attackiert. Ein Friedberger Abwehrspieler hatte sich quasi an seinem Wurfarm festgebissen. Der gebürtige Hesse versuchte noch, Kollege Niels Schmäschke auf dem linken Flügel zu bedienen, vergeblich. Der Ball trudelte ins Aus und die Sekunden verrinnten.
Die Gäste legten von Beginn an los wie die berühmte Feuerwehr. Mit offensiver Abwehr und Tempo-Handball wollten die jungen Friedberger die Mil-Herren in Grund und Boden rennen – wie schon im Hinspiel, als Milbertshofen 34:44 chancenlos unterging. Die Friedberger Virtuosen-Truppe - als Reserve der Regionalliga-Mannschaft mit stolz geschwellter Brust angereist, Altersdurchschnitt geschätzte 19 Jahre - wollte also kurzen Prozess machen. Der TSV Milbertshofen - einige Leistungsträger in die Jahre gekommen und wegen beruflicher Pflichten nur noch Fitness-Handballer – versuchte das Tempo aus dem Spiel zu nehmen und mit klugen Angriffen zu Toren zu kommen. Was auch gelang. Die Spielstände in der ersten Hälfte: 8:8, 11:11, 14:14 – die Mil-Herren konnten mithalten, wenn auch mit großen Anstrengungen: Spielmacher Sebastian Krause hechelte zuweilen wie ein Dackel, der im Luitpoldpark mit einem Windhund spielen muss. Linkshänder Felix Hirsmüller verzog ob des hohen Spieltempos teilweise das Gesicht, als plage ihn eine unangenehme Magenverstimmung. Doch Mil-Trainer Andreas Thalmeier wechselte klug und so kam auch Markus Bärreiter auf der Mitte-Position zu einem furiosen Comeback. Der 21-Jährige legte endlich wieder seine zaghafte Spielhaltung ab, fasste sich ein Herz und verdiente sich mit fünf wichtigen Toren das Sportbild-Prädikat: „Riesenspiel“. Die Abwehr stand passabel, obwohl die Sprung wütigen Friedberger im Rückraum nie richtig in den Griff zu bekommen waren. Mit einem 18:20-Rückstand ging es in die Pause.
In der zweiten Halbzeit liefen die Mil-Herren zunächst weiter einem knappen Rückstand hinterher. Doch was das Thalmeier-Team zeigte, konnte sich sehen lassen. Die Angriffe wurden clever ausgespielt, keine überhasteten Würfe, die Rechtsaußen Sebastian Malcherzyk und Tomasz Rolka verwandelten sicher. Rückraumspieler Niels Schmäschke sprang immer wieder unnachahmlich mit wehenden Haaren durch die gegnerische Abwehr. Felix Hirsmüller kam regelmäßig aus dem rechten Rückraum über die Mitte aufs Friedberger Tor gesegelt. Nachdem wegen des Vulkanstaubs der Münchner Flughafen lahmgelegt war, herrschte also zumindest im Torkreis der Friedberger reger Flugverkehr. Der 27:27-Ausgleich gut zehn Minuten vor Schluss war der verdiente Lohn für eine couragierte Aufholjagd.
Von nun an entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Bis fünf Minuten vor Spielende konnten sich die Gäste mit zwei Toren absetzen. Mil-Coach Andreas Thalmeier zückte die grüne Karte – Auszeit. Die Hausherren versuchten noch einmal alles: Offensive Deckung, Indianer - es funktionierte. Die Gäste ließen sich plötzlich verunsichern. Im Angriff entwickelte Linkshänder Fabian Humburg Urkräfte, als er gleich drei Gegenspieler wie lästige Fliegen abschüttelte, seinen Arm frei schaufelte und den Ball in die Maschen drosch. Einen 28:30-Rückstand verwandelte das Mil-Team innerhalb weniger Minuten in eine 32:31-Führung.
Die Sensation lag in der Luft, doch Friedbergs Jonas Link hatte etwas dagegen. Der erst 17 Jahre alte Rückraum-Shooter schraubte sich in Michael-Jordan-Manier in die Luft und setzte die Kugel mit einem Fade-Away-Jump-Shoot unhaltbar für Mil-Torhüter Hansi Schmidbauer ins Eck.
Nach Spielende saßen die Gäste bedröppelt und mit hängenden Köpfen auf der Bank, hatten sie im Aufstiegskampf wohl schon einen Sieg gegen die bereits abgestiegenen Münchner fest eingeplant. Milbertshofen dagegen feierte den Punktgewinn wie einen Sieg. Durch das Unentschieden gegen die talentierten Ausnahmekönner aus der Handball-Hochburg vor der Toren Augsburgs rehabilitierte sich die Mil-Truppe nach dem zuletzt schwachen Heimauftritt gegen Landsberg. Mit den letzten beiden bedeutungslosen Saisonspielen in Schwabmünchen und danach zu Hause gegen Göggingen beginnt für Erste schon die Vorbereitung auf die kommende Saison in der Bezirk-Oberliga.
Es waren nur noch zehn Sekunden zu spielen. Spielstand 32:32. Mil-Rückraumspieler Fabian Humburg schnappt sich den Ball und so mancher Zuschauer in der Milbertshofener Halle dachte sich, der Linkshänder würde die Kugel jetzt im gegnerischen Gehäuse unter die Latte zimmern und sich - in seinem fünften Jahr in Mil - mit dem entscheidenden Tor zu einem grandiosen Sieg gegen den TSV Friedberg II ein Denkmal setzen. Doch das wäre zu schön gewesen. Gerade als Fabian Humburg zum finalen Wurf ansetzen wollte, wurde er wild attackiert. Ein Friedberger Abwehrspieler hatte sich quasi an seinem Wurfarm festgebissen. Der gebürtige Hesse versuchte noch, Kollege Niels Schmäschke auf dem linken Flügel zu bedienen, vergeblich. Der Ball trudelte ins Aus und die Sekunden verrinnten.
Die Gäste legten von Beginn an los wie die berühmte Feuerwehr. Mit offensiver Abwehr und Tempo-Handball wollten die jungen Friedberger die Mil-Herren in Grund und Boden rennen – wie schon im Hinspiel, als Milbertshofen 34:44 chancenlos unterging. Die Friedberger Virtuosen-Truppe - als Reserve der Regionalliga-Mannschaft mit stolz geschwellter Brust angereist, Altersdurchschnitt geschätzte 19 Jahre - wollte also kurzen Prozess machen. Der TSV Milbertshofen - einige Leistungsträger in die Jahre gekommen und wegen beruflicher Pflichten nur noch Fitness-Handballer – versuchte das Tempo aus dem Spiel zu nehmen und mit klugen Angriffen zu Toren zu kommen. Was auch gelang. Die Spielstände in der ersten Hälfte: 8:8, 11:11, 14:14 – die Mil-Herren konnten mithalten, wenn auch mit großen Anstrengungen: Spielmacher Sebastian Krause hechelte zuweilen wie ein Dackel, der im Luitpoldpark mit einem Windhund spielen muss. Linkshänder Felix Hirsmüller verzog ob des hohen Spieltempos teilweise das Gesicht, als plage ihn eine unangenehme Magenverstimmung. Doch Mil-Trainer Andreas Thalmeier wechselte klug und so kam auch Markus Bärreiter auf der Mitte-Position zu einem furiosen Comeback. Der 21-Jährige legte endlich wieder seine zaghafte Spielhaltung ab, fasste sich ein Herz und verdiente sich mit fünf wichtigen Toren das Sportbild-Prädikat: „Riesenspiel“. Die Abwehr stand passabel, obwohl die Sprung wütigen Friedberger im Rückraum nie richtig in den Griff zu bekommen waren. Mit einem 18:20-Rückstand ging es in die Pause.
In der zweiten Halbzeit liefen die Mil-Herren zunächst weiter einem knappen Rückstand hinterher. Doch was das Thalmeier-Team zeigte, konnte sich sehen lassen. Die Angriffe wurden clever ausgespielt, keine überhasteten Würfe, die Rechtsaußen Sebastian Malcherzyk und Tomasz Rolka verwandelten sicher. Rückraumspieler Niels Schmäschke sprang immer wieder unnachahmlich mit wehenden Haaren durch die gegnerische Abwehr. Felix Hirsmüller kam regelmäßig aus dem rechten Rückraum über die Mitte aufs Friedberger Tor gesegelt. Nachdem wegen des Vulkanstaubs der Münchner Flughafen lahmgelegt war, herrschte also zumindest im Torkreis der Friedberger reger Flugverkehr. Der 27:27-Ausgleich gut zehn Minuten vor Schluss war der verdiente Lohn für eine couragierte Aufholjagd.
Von nun an entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Bis fünf Minuten vor Spielende konnten sich die Gäste mit zwei Toren absetzen. Mil-Coach Andreas Thalmeier zückte die grüne Karte – Auszeit. Die Hausherren versuchten noch einmal alles: Offensive Deckung, Indianer - es funktionierte. Die Gäste ließen sich plötzlich verunsichern. Im Angriff entwickelte Linkshänder Fabian Humburg Urkräfte, als er gleich drei Gegenspieler wie lästige Fliegen abschüttelte, seinen Arm frei schaufelte und den Ball in die Maschen drosch. Einen 28:30-Rückstand verwandelte das Mil-Team innerhalb weniger Minuten in eine 32:31-Führung.
Die Sensation lag in der Luft, doch Friedbergs Jonas Link hatte etwas dagegen. Der erst 17 Jahre alte Rückraum-Shooter schraubte sich in Michael-Jordan-Manier in die Luft und setzte die Kugel mit einem Fade-Away-Jump-Shoot unhaltbar für Mil-Torhüter Hansi Schmidbauer ins Eck.
Nach Spielende saßen die Gäste bedröppelt und mit hängenden Köpfen auf der Bank, hatten sie im Aufstiegskampf wohl schon einen Sieg gegen die bereits abgestiegenen Münchner fest eingeplant. Milbertshofen dagegen feierte den Punktgewinn wie einen Sieg. Durch das Unentschieden gegen die talentierten Ausnahmekönner aus der Handball-Hochburg vor der Toren Augsburgs rehabilitierte sich die Mil-Truppe nach dem zuletzt schwachen Heimauftritt gegen Landsberg. Mit den letzten beiden bedeutungslosen Saisonspielen in Schwabmünchen und danach zu Hause gegen Göggingen beginnt für Erste schon die Vorbereitung auf die kommende Saison in der Bezirk-Oberliga.
Für den TSV Milbertshofen spielten:
H. Schmidbauer, V. Döring, F. Humburg (3), F. Hirsmüller (1/1), S. Sebök (1), T. Rolka (4), N. Schmäschke (4), T. Stöhr (1), K. Sünkenberg (2), C. Lieb (3), S. Krause (6/4), M. Bärreiter (5), S. Malcherzyk (2)
Trainer: A. Thalmeier
Aktualisiert (Mittwoch, den 21. April 2010 um 16:33 Uhr)


